Kryptowährung, das ist nicht nur Bitcoin. Ganz im Gegenteil – digitale Währungen aller Art, die nach dem Prinzip von Angebot und Nachfrage online unabhängig von Banken gehandelt werden, erleben gerade einen echten Hype. Doch wie funktioniert eigentlich die Blockchain Technologie, die hinter dem System steckt, und wozu genau brauchen wir ein digitales Zahlungsmittel?

 

Die Geschichte der Kryptowährung – Wer ist Satoshi Nakamoto?

Um die heutige Lage auf dem virtuellen Geldmarkt in seiner Gänze zu verstehen, müssen wir uns auf die Spuren der ersten Kryptowährungen begeben

Ein Name, um den wir dabei nicht herumkommen, ist Satoshi Nakamoto. Er gilt als Erfinder der Kryptowährung Bitcoin und der gesamten Idee, die dahintersteckt. Doch Satoshi Nakamoto gibt es gar nicht – jedenfalls nicht direkt. Denn der Name ist lediglich ein Pseudonym, die sich eine unbekannte Person oder gar eine Gruppe gegeben hat, die hinter der Entwicklung des virtuellen Geldes steht. Bis heute ist die Identität ungeklärt, obwohl es einige Hinweise gibt, die wenig überraschend entweder in Richtung Silicon Valley oder asiatisch-pazifischen Raum weisen.

2008, also vor über einem Jahrzehnt, ist Satoshi Nakamoto mit seiner Idee „Bitcoin“ an die Öffentlichkeit gegangen. Dabei ging es ihm im Wesentlichen gar nicht darum, ein digitales Zahlungsmittel zu erfinden, welches heute als eine der heißesten Wertanlagen gehandelt wird. Vielmehr hat er, sie oder die Gruppe sich daran versucht, ein von Banken unabhängiges Zahlungssystem zu entwickeln. Wissenschaftler aus allen Fachrichtungen sind daran bis zu diesem Zeitpunkt an der einen oder anderen Hürde gescheitert.

Doch Satoshi Nakamoto, der sich wohl oder übel mit Informatik bestens auskennen muss, gelang es, indem er ein dezentrales Netzwerk einrichtete, welches die enormen Datenmengen unabhängig von einer zentralen Instanz verarbeiten kann. Denn genau darum geht es den Anhängern der Kryptowährung – Unabhängigkeit von der Macht der globalen Banken.

 

Die Idee hinter der Kryptowährung – Brauchen wir digitale Währungen?

Nun stellen Sie sich wahrscheinlich die Frage aller Fragen, die sich auch der Großteil der Öffentlichkeit stellt, wenn die Diskussion über ein digitales Zahlungsmittel erneut entflammt: Wieso?

  • Wieso brauchen wir digitale Währungen – ich kann doch auch so online bezahlen?
  • Wieso ist Unabhängigkeit von den Banken eine gute Sache?
  • Wie lässt sich der virtuelle Markt kontrollieren?

Um diese Fragen zu beantworten, reicht es natürlich nicht, sich nur oberflächlich mit der Thematik auseinanderzusetzen. Vielmehr müssen die Mechanismen, die Grundlagen und die Ideen der Kryptowährungen verstanden werden, um sich ein Urteil über den Nutzen und die Risiken von Bitcoin und Co zu erlauben. Leider herrschen in der Öffentlichkeit – und sogar unter den wichtigsten Entscheidungsträgern der Politik und Wirtschaft – große Wissenslücken, die eine so wichtige Diskussion über die genannten Themen unmöglich machen. Doch es ist so wichtig, sich eine fundierte Meinung zu verschaffen, denn es handelt sich nicht umsonst um eine der relevanten Grundsatzdiskussionen, die wir im 21. Jahrhundert führen müssen:

Wie lässt sich das globale Geldsystem fair, transparent und kontrolliert gestalten?

 

Die Vorteile von Kryptowährungen – das sagen Befürworter

So sehr die Sorgen über digitale Währungen berechtigt sind, so sehr müssen wir uns einen Überblick über die Idee hinter Bitcoin, Ethereum all den anderen virtuellen Zahlungsmitteln verschaffen. Denn nicht nur Satoshi Nakamoto, sondern auch Millionen anderer Investoren, Politiker und sogar moderner Philosophen setzen auf ein digitales Zahlungsmittel, welches unsere Zukunft gestalten wird.

Wie bereits angesprochen, konnten unbekannte Entwickler ein System errichten, welches eine Zahlung zwischen Anwendern erlaubt, die direkt von einer Person zur anderen übermittelt wird – ohne die vermittelnde Funktion einer Bank oder einer anderen Institution, die wenigstens für einen Bruchteil einer Sekunde einen Blick auf die Transaktion werfen kann.

Diese Unabhängigkeit bildet die Grundlage des gesamten Systems. Denn hieraus entstehen Vorteile, die das System Geld auf der ganzen Welt revolutionieren könnten. Durch den verkürzten Weg vom Käufer bis zum Empfänger des Geldes wird ein gewaltiger Verwaltungsapparat überflüssig. Das macht die Transaktionen, von denen global gesehen täglich mehrere Milliarden getätigt werden, um ein Vielfaches einfacher und auch sicherer. Denn je kürzer der Weg zwischen der einen und der anderen Partei, desto weniger kann mit dem Geld passieren.

 

Mehr Macht den Menschen durch digitale Währungen?

Auch ein ganz klassischer finanzieller Aspekt wird häufig genannt. Denn da, wo Banken nicht mehr die vermittelnde Rolle einnehmen, entfallen auch Transaktionsgebühren. Bezahlvorgänge werden für den Verbraucher deutlich billiger – auch, da die Banken keinen Gewinn aus den häufig überteuerten Transaktionsgebühren mehr schlagen können.

Ein weiterer Punkt betrifft die Kontrolle der Banken – und hier wird es grundsätzlich. Denn die Verteilung des Geldes, da sind sich die meisten Menschen einig, ist global gesehen nicht fair. Banken und andere mächtige Institutionen häufen gewaltige Summen an, während die große Masse der Menschen an der Verteilung des Geldes leer ausgeht. Geld ist Macht – das heißt, dass die Banken immer mehr Macht über uns gewinnen, während der Bürger sich einer verstärkten Kontrolle ausgesetzt wird. Je nach Lesart gewinnt dieses Problem auch heute noch an Bedeutung. Wie soll die Zukunft des Geldsystems aussehen – Macht den Menschen oder Kontrolle durch die Banken?

Diese Thematik ist besonders in autoritären Regimen, in denen die Banken vom Staat geleitet werden, ein Dauerbrenner. Denn hier sieht sich der Bürger nicht nur der Kontrolle eines profitorientierten Unternehmens, sondern vielleicht gar der ideologisch motivierten Willkür eines Herrschers ausgesetzt. Die Macht, die von Kryptowährungen ausgehen und die Kontrolle des Staats aushebeln kann, sah man etwa in den vergangenen Jahren im Verbot der Kryptowährung Bitcoin in China.

 

Sorgen vor Risiken der Kryptowährung – sind sie berechtigt?

Natürlich ist auch das System der digitalen Zahlungsmittel nicht unumstritten. Sorgen herrschen hier vor allem vor angeblichen Sicherheitslücken des Systems. Durch die fehlende Kontrolle durch Banken und Institutionen sei die Sicherheit des Geldes für den einzelnen Menschen nicht gewährleistet – und was erst, wenn das System von böswilligen Hackern ausgenutzt wird?

Hieran streiten sich die Geister. Doch zumindest das Hacker-Argument lässt sich leicht entkräften. Denn auch, wenn nicht sogar besonders, die Banken sind vor Angriffen auf ihr System nicht geschützt. Bitcoin und Co gelten sogar als besonders sicher, denn durch die dezentrale Verarbeitung der Daten und willkürlich beim Bitcoin Mining erarbeitete Codes machen es Hackern schwer, einen koordinierten Angriff auf das gesamte Netzwerk aus Millionen von Servern zu starten.

Auch die Anonymität der Bezahlung ist Grund für Bedenken. Schließlich können Verbrecher digitale Währungen verwenden, um völlig unkontrolliert von Gesetzen, Banken und Staat ihre Geschäfte abzuwickeln.

Dieses Argument gegen Kryptowährungen findet man ähnlich in der Diskussion um das sogenannte Darknet. Während es sicher seine Berechtigung hat, ist auch die andere Seite der Medaille zu beachten. Denn die Anonymität könnte der Schlüssel zu mehr Menschenrechten sein. Abseits von staatlicher Überwachung können Menschen, die etwa aufgrund politischer Gründe verfolgt werden, auf ein faires Geldsystem zurückgreifen – vergleichbar mit der anonymen Kommunikation und Koordination von Demonstrationen im Darknet.

 

Risiken und Vorteile von Kryptowährungen im Überblick

Vorteile:

  • Schnelle, direkte und günstige Transaktionen
  • Unabhängigkeit von der Kontrolle durch Banken, gerade in fragilen Staaten
  • Sicherheit durch dezentrale Einrichtung
  • Liberale Preisentwicklung durch Prinzip von Angebot und Nachfrage
  • Zunehmende Relevanz in Zukunft – hohe Gewinne bei Investitionen möglich

Risiken:

  • Fehlende Kontrolle durch Banken?
  • Unsichere Preisentwicklung in der Zukunft
  • Kryptowährung als anonymes Zahlungsmittel für Verbrecher

 

Blockchain Technologie und Bitcoin Mining – so entsteht Kryptowährung 

Trotz der relativ simplen Entstehungsweise von Kryptowährungen schrecken viele Menschen vor der Beschäftigung mit den Grundlagen zurück. Dabei reicht für die Betrachtung der digitalen Währungen ein ganz einfaches Verständnis von der Funktionsweise und der Entstehung von Kryptowährungen, während die genaue technische Einrichtung einer Blockchain für Anfänger sicherlich nicht die wichtigste Wissensgrundlage bilden muss.

Wichtig zu wissen ist, wie Bitcoin auf Grundlage der Blockchain Technologie entsteht. Letztere bezeichnet ganz einfach, dass die Informationen, also Datensätze über Transaktionen, in einem sogenannten „Block“ gespeichert werden. Die Erstellung und Verarbeitung dieser Daten erfolgt dabei dezentral über Rechner weltweit und kann von jedem Teilnehmer des Netzwerks verfolgt werden – die Grundlage für transparente Transaktionen.

Damit das System funktionieren kann, ist Rechenleistung als Kapazität für die Verarbeitung von Daten notwendig. Das sogenannte Bitcoin Mining bezeichnet nichts anderes als die Bereitstellung von Rechenleistung im Austausch gegen einen Teil der Wertschöpfung. Vereinfacht gesagt: Sie lassen Ihren Computer an der Blockchain arbeiten und bekommen dafür einen klitzekleinen Anteil eines Bitcoins pro verarbeiteter Datenmenge.

Deshalb steigt der Erfolg der Blockchain Technologie auch exponentiell mit den Teilhabenden – denn je mehr Rechenleistung verfügbar ist, desto mehr Transaktionen sind möglich. Der Wert eines Bitcoins wird dabei durch Angebot und Nachfrage ermittelt – je nach dem, wie viel Rechenleistung gerade verfügbar oder wie viele Transaktionen verarbeitet werden müssen.

 

Für Kryptowährungen ein Konto eröffnen – lohnt es sich?

Ein Ende des Erfolgs der Kryptowährungen ist nicht in Sicht. Wenn Sie am Gewinn teilhaben wollen, könnte es sich bei einer stetigen Entwicklung von Bitcoin und Co durchaus lohnen, auch jetzt noch ein Konto zu eröffnen.

Am einfachsten geht dies, indem Sie auf eine der vielen Bitcoin-Plattformen einen Account einrichten. Hier können Sie innerhalb weniger Minuten mit Bitcoins handeln – und das zu geringen Transaktionsgebühren und vollkommen transparent.

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